Wie funktioniert die Ausbildung bei der Feuerwehr?
Voraussetzungen, Dauer und Karrierechancen
Eine Ausbildung bei der Feuerwehr bietet spannende Aufgaben, Verantwortung und sichere Karriereperspektiven. Ob bei der Berufsfeuerwehr, der Werkfeuerwehr oder im Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr: Der Einstieg in den Feuerwehrdienst ist auf unterschiedlichen Wegen möglich. Wer sich für Technik, Teamarbeit und den Schutz von Menschen interessiert, findet hier vielfältige Möglichkeiten für die berufliche oder ehrenamtliche Zukunft.
Welche Möglichkeiten gibt es für eine Ausbildung?
Was sind die Voraussetzungen für die Ausbildung?
Wie lange dauert die Ausbildung bei der Feuerwehr?
Wie ist das Gehalt während der Ausbildung bei der Feuerwehr?
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Welche Möglichkeiten haben Sie für eine Ausbildung bei der Feuerwehr?
Feuerwehrkräfte kommen immer dann zum Einsatz, wenn schnelle Hilfe gefragt ist. Beispielsweise bei Bränden, Unfällen, Unwettern oder Gefahrstoffaustritten. Die bekannten Kernaufgaben „Retten, Löschen, Bergen und Schützen“ prägen den Berufsalltag.
Wenn Sie eine Ausbildung bei der Feuerwehr anstreben, können Sie zwischen verschiedenen Laufbahnen wählen. Grundsätzlich wird zwischen Berufsfeuerwehr, Werkfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr unterschieden.
Berufsfeuerwehr: Feuerwehrdienst als Beruf
Wer hauptberuflich Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann werden möchte, absolviert eine Ausbildung im Beamtenverhältnis. Je nach Schulabschluss stehen Ihnen unterschiedliche Laufbahnen offen:
Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst: Ausbildung zur Brandmeisterin oder zum Brandmeister mit Schwerpunkt auf dem praktischen Einsatzdienst
Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst: Studium mit Vorbereitungsdienst zur Brandoberinspektorin oder zum Brandoberinspektor
Höherer feuerwehrtechnischer Dienst: Referendariat zur Brandrätin oder zum Brandrat mit Führungs- und Managementaufgaben
Mit steigender Laufbahn wachsen auch die Verantwortungsbereiche – von der Einsatzdurchführung bis hin zur strategischen Planung und Leitung großer Organisationseinheiten.
Werkfeuerwehr: Brandschutz in Unternehmen
Viele Industrieunternehmen, Chemiebetriebe oder große Produktionsstandorte verfügen über eine eigene Werkfeuerwehr. Die dort beschäftigten Feuerwehrkräfte sorgen für den betrieblichen Brandschutz und reagieren auf Notfälle innerhalb des Unternehmens.
Die Ausbildung bei der Feuerwehr erfolgt hier als anerkannte duale Berufsausbildung. Theorie und Praxis werden miteinander kombiniert und vermitteln sowohl feuerwehrtechnisches Wissen als auch betriebliche Sicherheitskompetenzen.
Freiwillige Feuerwehr: Engagement für die Gemeinschaft
Wenn Sie sich ehrenamtlich engagieren möchten, können Sie Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr werden. Die Ausbildung erfolgt schrittweise durch verschiedene Lehrgänge und Schulungsmodule.
Bereits nach der Grundausbildung können Feuerwehrangehörige aktiv an Einsätzen teilnehmen. Weitere Qualifikationen werden anschließend entsprechend der persönlichen Interessen und Einsatzschwerpunkte erworben.
Was sind die Voraussetzungen für die Ausbildung bei der Feuerwehr?
Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Laufbahn und Feuerwehrart. Für die Berufsfeuerwehr gelten in der Regel folgende schulische Voraussetzungen:
Mittlerer Dienst: Hauptschulabschluss und abgeschlossene Berufsausbildung
Gehobener Dienst: Fachhochschulreife oder vergleichbarer Abschluss
Höherer Dienst: Hochschulabschluss, häufig in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Studienfach
Zusätzlich müssen Bewerberinnen und Bewerber körperlich belastbar und gesundheitlich geeignet sein. Häufig werden außerdem folgende Nachweise verlangt:
Deutsches Schwimmabzeichen in Silber
Führerschein
einwandfreies Führungszeugnis
vollständiger oder empfohlener Impfschutz
Für die Werkfeuerwehr wird meist mindestens ein Realschulabschluss vorausgesetzt. Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick sind ebenfalls wichtige Voraussetzungen.
Die Freiwillige Feuerwehr stellt geringere formale Anforderungen. Entscheidend sind Motivation, Teamfähigkeit und die Bereitschaft, sich langfristig für die Gemeinschaft einzusetzen. Das Mindestalter liegt je nach Kommune meist zwischen 16 und 18 Jahren.
Wie lange dauert die Ausbildung bei der Feuerwehr?
Die Dauer der Ausbildung bei der Feuerwehr hängt von der von Ihnen gewählten Laufbahn ab.
Berufsfeuerwehr
Bei der Berufsfeuerwehr gelten in der Regel folgende Ausbildungszeiten:
Brandmeisteranwärterinnen und Brandmeisteranwärter im mittleren Dienst: etwa 18 Monate
Brandoberinspektoranwärterinnen und Brandoberinspektoranwärter im gehobenen Dienst: rund 18 bis 24 Monate
Brandreferendarinnen und Brandreferendare im höheren Dienst: etwa zwei Jahre
Alle Laufbahnen schließen mit einer entsprechenden Prüfung ab.
Werkfeuerwehr
Die Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau oder zum Werkfeuerwehrmann erfolgt dual und dauert in der Regel drei Jahre. Neben dem praktischen Einsatz im Unternehmen besuchen die Auszubildenden die Berufsschule und spezielle feuerwehrtechnische Lehrgänge.
Freiwillige Feuerwehr
Im Ehrenamt gibt es keine klassische Ausbildung mit festem Enddatum. Die Grundqualifikation beginnt mit der sogenannten Truppmannausbildung. Diese vermittelt die wichtigsten Kenntnisse für den Einsatzdienst und umfasst mehrere Dutzend Unterrichtsstunden.
Darauf aufbauend folgen weitere Ausbildungsabschnitte in der jeweiligen Feuerwehr vor Ort. Wer sich spezialisieren möchte, kann zusätzliche Lehrgänge besuchen; beispielsweise für Maschinisten, Atemschutzgeräteträger oder Feuerwehrsanitäter.
Wie ist das Gehalt während der Ausbildung bei der Feuerwehr?
Viele Interessierte fragen sich, ob es während der Ausbildung bei der Feuerwehr bereits ein Einkommen gibt. Die Antwort hängt von der gewählten Ausbildungsform ab.
Berufsfeuerwehr
Anwärterinnen und Anwärter der Berufsfeuerwehr erhalten sogenannte Anwärterbezüge. Diese liegen derzeit ungefähr bei:
Mittlerer Dienst: rund 1.490 Euro brutto monatlich
Gehobener Dienst: rund 1.550 Euro brutto monatlich
Höherer Dienst: rund 1.760 Euro brutto monatlich
Zusätzlich können Bundesländer bei Personalengpässen besondere Anwärtersonderzuschläge gewähren. Diese erhöhen die monatlichen Bezüge teilweise deutlich und sollen den Feuerwehrberuf attraktiver machen.
Werkfeuerwehr
Die Ausbildungsvergütung in der Werkfeuerwehr richtet sich nach dem jeweiligen Tarifvertrag des Unternehmens oder der Branche. Häufig bewegen sich die Vergütungen ungefähr in folgendem Rahmen:
1. Ausbildungsjahr: etwa 1.030 Euro brutto
2. Ausbildungsjahr: etwa 1.100 Euro brutto
3. Ausbildungsjahr: etwa 1.250 Euro brutto
Freiwillige Feuerwehr
Die Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr erfolgt ehrenamtlich. Deshalb wird für die Ausbildung normalerweise keine Ausbildungsvergütung gezahlt.
Viele Kommunen unterstützen ihre Einsatzkräfte jedoch durch Aufwandsentschädigungen oder die Übernahme von Lehrgangskosten. Darüber hinaus besteht bei Lehrgängen während der regulären Arbeitszeit in vielen Fällen Anspruch auf Lohnfortzahlung.
Verantwortung und Zukunftsperspektiven
Eine Ausbildung bei der Feuerwehr verbindet gesellschaftliche Verantwortung mit abwechslungsreichen Aufgaben und attraktiven Entwicklungsmöglichkeiten. Ob hauptberuflich bei der Berufs- oder Werkfeuerwehr oder ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr – wer anderen Menschen helfen möchte und Herausforderungen sucht, findet im Feuerwehrdienst eine sinnstiftende Tätigkeit mit Zukunft.
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