Sportunfall in der Freizeit: So versichern Sie sich richtig
Was gilt als Sportunfall?
Sportunfälle können je nach Schwere der Verletzung unterschiedliche Konsequenzen haben. Von leichten Beschwerden bis hin zu langwierigen Heilungsprozessen oder dauerhaften Beeinträchtigungen und Lebensumstellungen. Der Definition nach ist ein Sportunfall ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis beim Sport, das zu einer Verletzung führt. Dazu gehören beispielsweise:
Zu den häufigsten Sportverletzungen zählen Platz- und Schürfwunden, Zerrungen, Verstauchungen, Prellungen sowie Knochenbrüche. Laut einer Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (kurz: GDV) passieren die meisten Unfälle beim Fußball (35 %) und beim Skifahren (ca. 22 %) (Stand Februar 2023).
Was tun nach einem Sportunfall?
Bei einer Sportverletzung können Sie die Arztpraxis Ihres Vertrauens aufsuchen – egal, ob Hausarzt, Zahnarztpraxis oder Spezialist. Wichtig ist, dass Sie den Unfall schnellstmöglich Ihrer Unfallversicherung melden. Das können Sie telefonisch, online oder per Post machen. Ihr Versicherer benötigt in der Regel nur wenige Informationen nach einem Sportunfall:
Wenn der Unfall im Verein passiert ist, melden Sie Ihre Verletzung auch dort. Denken Sie daran, auch auf der Arbeit Bescheid zu geben, falls Sie aufgrund des Sportunfalls eine Zeit lang ausfallen.
Leistungen der privaten Unfallversicherung bei Sportunfällen
Die private Unfallversicherung ist wohl Ihr wichtigster Schutz bei Sportunfällen. Bei dauerhaften Beeinträchtigungen (sogenannte Invalidität) hilft sie Ihnen finanziell zum Beispiel bei der Anschaffung einer Prothese oder im Extremfall bei rollstuhlgerechten Hausumbauten. Auch Bergungskosten sind oft im Versicherungsschutz enthalten. Diese kann sich beispielsweise im Ski-Urlaub oder bei Hobbywanderungen als sinnvolle Leistung erweisen.
Sind Extremsportarten versichert?
Einige Extremsportarten wie beispielsweise Autorennveranstaltungen als Fahrer oder Beifahrer sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Risikoreiche Freizeitaktivitäten wie Tauchen oder Reiten sind in der Unfallversicherung von GVV Direkt abgesichert.
Leistungen im Überblick
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Versichert über private Unfallversicherung
- Sturz mit dem Fahrrad. Gilt auch bei Fahrten zum Einkaufen oder zur Arbeit.
- Sportunfälle in der Freizeit. Zum Beispiel Umknicken beim Joggen.
- Reitunfall. Zum Beispiel ein Sturz wegen eines scheuenden Pferdes.
- Sportverletzungen beim Fußball, Basketball, Handball usw.
- Tauchunfall
- Und mehr
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Nicht versichert über private Unfallversicherung
- Heil- und Arztkosten. Diese werden von Ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung übernommen.
- Sachschäden wie beispielsweise zerbrochene Brillen, zerrissene Kleidung oder ein kaputtes Fahrrad.
- Unfälle durch Krankheiten. Zum Beispiel durch Epilepsie.
- Vorsätzlich verursachte Unfälle
Übrigens: Unsere private Unfallversicherung versichert Sie nicht nur bei Sportunfällen in der Freizeit. Eine komplette Leistungsübersicht erhalten Sie in unserem Ratgeberartikel mit nützlichen Infos rund um die Unfallversicherung.
Die richtige Versicherungssumme wählen
Achten Sie beim Abschluss einer privaten Unfallversicherung darauf, dass die Höhe der Versicherungssumme Ihren Bedürfnissen entspricht. Um im Ernstfall alle Kosten abzudecken, sollte auch Ihre familiäre und Ihre finanzielle Situation bei der Bewertung mit einfließen.
Welche anderen Versicherungen können bei Sportunfällen greifen?
Während die private Unfallversicherung Sie bei den finanziellen Folgen Ihrer dauerhaften Gesundheitsbeeinträchtigung unterstützt, können weitere Versicherungen greifen. Welcher Schutz einspringt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:
1. Gesetzliche Unfallversicherung
Die gesetzliche Unfallversicherung greift bei (Sport-)Unfällen während Ihrer Arbeitszeit. Da diese Versicherung Sache Ihres Arbeitgebers ist, müssen Sie sich um nichts kümmern. Sie sind automatisch während der Arbeitszeit versichert. Auch Sportunfälle Ihres Kindes während der Schulzeit sind im Versicherungsschutz enthalten.
2. Gesetzliche und private Krankenversicherung
Die Kosten für medizinische Versorgung und stationäre Behandlungen werden durch Ihre gesetzliche oder private Krankenkasse übernommen. Auch eventuell nötige Rehamaßnahmen werden bezahlt.
3. Berufsunfähigkeitsversicherung
Bei schweren Sportunfällen, die zur Invalidität oder dauerhaften Berufsunfähigkeit führen, greift die Berufsunfähigkeitsversicherung. Von dieser Versicherung erhalten Sie Leistungen für die Dauer der Berufsunfähigkeit. Die Höhe der Summe können Sie im Vertrag frei wählen. Sie ist eine sinnvolle Ergänzung zur Sportunfall-Versicherung und kann von Ihnen bei Bedarf eigenständig abgeschlossen werden.
4. Gruppenunfallversicherung im Vereinssport
Treiben Sie Sport in einem Verein, bieten viele Vereine Ihrer Mitgliedschaft zusätzlichen Schutz durch eine Gruppenunfallversicherung an. Diese ist aber nicht gesetzlich vorgeschrieben. Eine Gruppenunfallversicherung leistet sowohl bei einer Sportverletzung im Verein, als auch bei Unfällen auf dem Hin- und Rückweg zum Trainingsort. Auch während sonstigen Vereinsaktivitäten sind Sie versichert.
5. Private Haftpflichtversicherung
Manchmal ist die Ursache eines Sportunfalles auf das Verschulden einer dritten Person zurückzuführen. Werden Sie zum Beispiel unnötig hart beim Fußball gefoult, kann unter Umständen die private Haftpflichtversicherung der dritten Person für Ihren Schaden einspringen.
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Aufwärmen und Abkühlen
Eine der effektivsten und einfachsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Sportunfällen ist das richtige Aufwärmen vor dem Training. Ein kurzes Aufwärmprogramm von etwa 10-15 Minuten erhöht die Durchblutung und sorgt dafür, dass Ihre Muskeln geschmeidig werden. Das kann zum Beispiel durch leichtes Joggen, Seilspringen oder ähnliche Aktivitäten geschehen. Dynamische Dehnübungen, bei denen Sie die Gelenke aktiv bewegen, können ebenfalls sinnvoll sein. Nach dem Training ist vor dem Training: Das richtige Abkühlen ist ebenfalls wichtig, um die Muskeln wieder zu entspannen und die Regeneration zu fördern.
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Richtige Technik
Ob beim Laufen, beim Krafttraining oder bei Ballsportarten – die richtige Technik ist entscheidend. Fehlhaltungen oder falsche Bewegungen können zu Verletzungen führen. Insbesondere zu Beginn sollten Sie sich von einem erfahrenen Trainer oder einer erfahrenen Trainerin anleiten lassen, um die Techniken korrekt zu erlernen. Nehmen Sie sich bei neuen Sportarten oder Geräten die Zeit, die Abläufe gründlich zu verstehen.
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Geeignetes Equipment
Viele Sportarten sind mit einem hohen Sturz- oder Aufprallrisiko verbunden. Nutzen Sie deshalb unbedingt spezifische Schutzkleidung! Das kann zum Beispiel der Helm beim Rad-, Ski- oder Skatebordfahren sein. Auch entsprechende Protektoren für Gelenke und andere Körperpartien sind wichtig.
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Körperliche Fitness und Ausgleichstraining
Eine gut trainierte Muskulatur und eine ausgeglichene Fitness sind der beste Schutz gegen Verletzungen. Achten Sie auf ein ausgewogenes Training, das Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit kombiniert. Die stabile Leistungsfähigkeit schützt Sie vor Überlastung.
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Überlastung vermeiden
Ein weiterer Grund für Verletzungen kann Überlastung sein. Hören Sie auf Ihren Körper und trainieren Sie nicht zu oft oder zu intensiv. Gönnen Sie sich ausreichend Erholung zwischen den Trainingseinheiten. Ignorieren Sie erste Anzeichen von Schmerzen oder Übermüdung nicht, ansonsten riskieren Sie chronische Verletzungen.
Sportunfall-Versicherung bei GVV Direkt
Sie treiben gerne Sport in der Freizeit und möchten sich umfassend schützen? Dann sind Sie bei GVV Direkt in guten Händen! Unsere private Unfallversicherung sichert Sie bei Sportunfällen ideal ab und steht Ihnen im Schadensfall finanziell zur Seite. Auch in vielen anderen Bereichen. Informieren Sie sich jetzt und finden Sie die Sportunfall-Versicherung, die perfekt zu Ihnen passt.
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