Einbruchversicherung: Schutz vor Diebstahl
Welche Gegenstände sind bei Einbrechern besonders beliebt?
Einbrecher sehen es in der Regel übrigens nicht auf den teuren 85 Zoll TV ab, sondern suchen gezielt nach hochwertigem Schmuck, Bargeld und Kleinelektronik, wie Smartphones und Laptops, damit sie mit ihrem Diebesgut möglichst unbemerkt die Wohnung oder das Haus verlassen können.
Neben dem finanziellen Verlust, den ein solcher Einbruch verursacht, leiden Geschädigte oft auch psychisch unter den Folgen - sie fühlen sich nicht mehr sicher in den eigenen vier Wänden. Im schlimmsten Fall hilft da nur ein Umzug. Umso wichtiger ist es, sich effektiv vor Einbrüchen zu schützen.
Welche Faktoren begünstigen Einbrüche?
Aus diversen Kriminalstatistiken gehen Risikofaktoren hervor, die die Gefahr eines Einbruchs erhöhen. Bei diesen Faktoren handelt es sich zum Beispiel um die Einwohnerzahl des Wohnortes oder um bestimmte Witterungsverhältnisse, wie Dunkelheit. Eine sehr aussagekräftige Studie lieferte der Kriminalitätsmonitor NRW von der Kriminalistisch-Kriminologischen Forschungsstelle (KKF) des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen. Die Studie bildet die Kriminalitätsentwicklung innerhalb von fünf Jahren ab und geht dabei auch auf diverse Risikofaktoren ein. Unter anderem sind das:
Unabhängig von der Studie gilt, dass in der dunklen Jahreszeit mehr Einbrüche und Einbruchsversuche zu verzeichnen sind. Volle Briefkästen und ständig geschlossene Rollladen stellen ebenfalls ein gewisses Risiko dar. Sie deuten darauf hin, dass sich niemand in den Wohnräumen befindet. Bei einer längeren Abwesenheit sollten Sie nach Möglichkeit Freunde oder Nachbarn bitten, den Briefkasten zu leeren und gegebenenfalls die Rollladen zu bewegen.
Präventions-Tipps
-
1. Sichern Sie Fenster und Türen
Schließen Sie stets alle Fenster, wenn Sie Ihre Wohnung verlassen - auch wenn Sie nur kurzzeitig weg sind. Gewöhnliche Fenster bieten in der Regel keinen guten Einbruchschutz. Einbrecher nutzen Werkzeuge und Vorgehensweise, um Fenster auszuhebeln. Deswegen sollten Sie insbesondere in den unteren Etagen bei Fenstern, Balkon- und Terrassentüren auf einbruchhemmende Varianten zurückgreifen.
Bei Haus- und Wohnungstüren gilt: Auch wenn Sie nur kurz weg sind, schließen Sie die Tür richtig ab. Es reicht nicht aus, sie lediglich ins Schloss zu ziehen. Sehen Sie davon ab, einen Ersatzschlüssel vor der Haustür zu verstecken. Einbrecher sind gewitzt und machen das Versteck ausfindig. Sollte Ihnen ein Schlüssel verloren gegangen sein, wechseln Sie sicherheitshalber den Schließzylinder in der Tür. Je nach Versicherungsschutz werden diese Kosten sogar über die Privathaftpflicht abgedeckt. Greifen Sie auch bei Haus- und Wohnungstüren auf einbruchshemmende Varianten zurück oder rüsten Sie nach.
Türen werden in sechs, Fenster wiederum in sieben Widerstandsklassen eingeteilt. Experten empfehlen für den privaten Wohnbereich mindestens Widerstandsklasse RC2 oder RC3. -
2. Bringen Sie Alarmanlagen an
Alarmanlagen melden einen Einbruchsversuch und können diesen somit bestenfalls verhindern. Der Markt bietet eine Vielzahl an Sicherungssystemen. Diese unterscheiden sich in der Art ihrer Funktionsweise und der Alarmmeldung. Bewegungsmelder im Inneren des Wohngebäudes melden erst dann den Alarm, wenn der Einbrecher bereits in das Wohnungsinnere eingedrungen ist. Türen und Fenster lassen sich mit Kontakten ausstatten, sodass ein Alarm bereits beim Versuch des Eindringens ausgelöst wird.
Auch bei der Art des Alarms gibt es Unterschiede: ein akustisches und optisches Signal dient der Abschreckung der Täter und macht Nachbarn aufmerksam. Mit einem Fernalarm wird unmittelbar eine Sicherheitsfirma benachrichtigt, die dann weitere Maßnahmen einleitet. -
3. Sichern Sie den Zugang zum Keller
Achten Sie darauf, dass die Zugänge zum Keller ausreichend gesichert sind. Einbrecher nutzen Kellerfenster und -verschläge, um sich Zugang zu verschaffen. Achten Sie auch bei der Kellertür darauf, dass diese einbruchshemmend ist und statten Sie Verschläge und Fenster mit Gittern aus. Des Weiteren empfiehlt es sich, keine Wertsachen im Keller zu lagern und Fahrräder mit Schlössern zu sichern.
-
4. Greifen Sie auf einbruchhemmende Rollläden zurück
Rollläden sind kein unüberwindbares Hindernis für Einbrecher. Sie lassen sich aushebeln oder hochschieben. Auch hier gibt es einbruchhemmende Varianten, die eine höhere Widerstandsfähigkeit bieten. Wichtig ist, dass Sie die Rollläden nachts, nicht aber tagsüber geschlossen halten. Heruntergelassene Rollläden suggerieren Abwesenheit.
-
5. Verschließen Sie Wertsachen in einem Safe
Wertsachen, wie Schmuck und Bargeld sollten nicht offensichtlich oder von außen durch ein Fenster sichtbar in der Wohnung herumliegen. Verstauen Sie Wertsachen in einem Safe oder einer Geldkassette. Da auch Kleinelektronik wie Laptops, Tablets und Handys beliebte Ziele von Einbrechern sind, gehen Sie auf Nummer sicher, wenn Sie auch die unter Verschluss stellen. Wertgegenstände, die Sie ohnehin selten nutzen, bewahren Sie am besten in einem Schließfach auf der Bank auf.
-
6. Nutzen Sie Kamera-Attrappen oder Aufkleber zur Abschreckung
Zudem gibt es die Möglichkeit der Videoüberwachung. Angebrachte Kameras zeichnen zum einen das Geschehen auf und helfen bei der Aufklärung eines eventuellen Einbruchs. Auf der anderen Seite dient eine angebrachte Kamera auch der Abschreckung. Das gilt übrigens auch für Attrappen. Der Markt bietet täuschend echte Ausführungen, die sich nicht von einer „echten“ Überwachungskamera unterscheiden. Bestimmte Aufkleber mit dem Hinweis „Wachsamer Nachbar“ oder der Hinweis auf eine Alarmsicherung dienen ebenfalls der Abschreckung.
Sollten Sie sich dazu entschließen, Ihr Grundstück mithilfe einer Kamera zu überwachen, ist dafür Sorge zu tragen, dass ausschließlich Ihr Grundstück aufgezeichnet wird. Öffentliche Bereiche, wie Gehwege, Bürgersteige oder das Grundstück vom Nachbarn dürfen rechtlich nicht aufgezeichnet werden.
Welche Versicherung sichert Einbruchdiebstahl ab?
Sie können sich gegen Diebstahl und Einbruch versichern. In der Regel deckt die Hausratversicherung neben Einbruchdiebstahl auch Vandalismus nach Einbruch mit ab. Für die genauen Konditionen schauen Sie am besten in Ihre Versicherungsunterlagen.
💡 Bei GVV Direkt bieten die Tarife BASIS, KOMFORT und PREMIUM eine Absicherung bei Einbruchdiebstahl und Vandalismus nach Einbruch. Weitere Informationen zu unserem Angebot können Sie auf unserer Webseite finden oder unseren Vertragsinformationen entnehmen.
Hausratversicherung bei GVV Direkt
Bei GVV Direkt erhalten Sie eine Hausratversicherung zu top Konditionen inklusive Schutz vor Einbruchdiebstahl: Ob BASIS, CLASSIC oder PREMIUM-Tarif. Vergleichen Sie jetzt unsere Leistungen online und finden Sie den Schutz, der perfekt zu Ihrem Leben passt. Für ein gutes Gefühl im Schadenfall.
Übrigens: Neben Versicherungen, die Leben und Werte von Ihnen und Ihrer Familie sichern, bieten wir mit GVV Kommunal kommunale Versicherungen an. Seit über 100 Jahren sind wir ein zuverlässiger Partner für Städte, Gemeinden, kommunale Einrichtungen und Sparkassen.