Die Top 5 der schönsten Motorradstrecken in Deutschland
Was sind die Top 5 der schönsten Motorradstrecken?
Platz 5: Saarland
Eine wunderschöne Rundtour führt von Saarbrücken durch hügelige Waldgebiete vorbei an zahlreichen Industriedenkmalen und auch am einzigartigen Naturwunder, der Saarschleife, zurück nach Saarbrücken. Lohnenswerte Stopps auf der herrlichen kurvenreichen Strecke sind das Barockstädtchen Blieskastel, der Wendelsdom in St. Wendel und der Nationalpark Hunsrück-Hochwald mit seinen Buchenwäldern und Mooren. Weiter geht es in Richtung Nonnweiler. Etwas östlich vom Ort befindet sich der keltische Ringwall mit seinen 2.500 Meter langen Schutzwällen. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich die Saarschleife. Einen perfekten Blick darauf haben Sie von der Aussichtsplattform Cloef oder vom Baumwipfelpfad Orscholz. Auch Saarlouis als ehemalige Garnisonsstadt lädt zu einem Stopp ein. Ein UNESCO-Welterbe befindet sich mit dem ehemaligen Stahlwerk in Völklingen. Die (Motorrad-)Strecke ist etwa 285 Kilometer lang. Wenn Sie die Tour in Ruhe genießen wollen, bietet es sich an, ein Wochenende dafür zu planen. Für eine Übernachtung bietet sich zum Beispiel das Opal Hotel Idar-Oberstein an.
Platz 4: Nordsee
Auch auf dem flachen Land im Norden der Republik finden sich schöne Routen für eine entspannte Motorradtour. Eine der schönsten ist eine Fahrt von Friedrichstadt nach Wilhelmshaven. Um vieles entdecken zu können, bietet sich für diese Reise ein Zeitrahmen von drei Tagen an. Im gemütlichen Friedrichstadt zeugen noch heute viele alte Bauten von ihrer holländischen Vergangenheit. Von dort geht es nach St. Peter-Ording. Hier können die seltenen Salzwiesen im schleswig-holsteinischen Nationalpark Wattenmeer erkundet werden. Bei schönem Wetter können die zahlreichen Bademöglichkeiten genutzt werden. Weiter geht der Weg nach Otterndorf. Beine vertreten und ein Kaffee in der schönen Altstadt sind lohnenswert. Die nächste Etappe führt nach Cuxhaven. Es lohnt sich, eine Nacht hier zu verbringen und sich zum Beispiel den Fischereihafen anzuschauen. Zahlreiche gute Fischrestaurants laden zu einem guten Essen ein. Nächstes Ziel ist der Kutterhafen von Dorum. Zwischen Fischbude und Schiffen findet sich ein beliebter Bikertreff. Bremerhaven ist die folgende Station. Auch hier gibt es viel zu sehen. Ein Beispiel: der größte Automobilumschlaghafen Europas. Ende der Tour ist Wilhelmshaven. Die gesamte Streckenlänge beträgt etwa 360 Kilometer. Unterkünfte entlang der schönen Motorradstrecke sind leicht zu finden.
Platz 3: Harz
Der sagenumwobene Harz ist ein Eldorado für Motorradfahrer. Einzig die Tatsache der sterbenden Wälder ist schade. Besonders interessant ist es, von einer Basis aus mehrere Tagestouren zu unternehmen. Viele Sehenswürdigkeiten sind überall am Wegesrand. Ein Vorschlag für eine Tagestour startet von Wernigerode. Hermann Löns nannte sie seinerzeit „Die bunte Stadt am Harz“. Dem wird Wernigerode noch heute gerecht. Hier befindet sich neben der sehr reizvollen Innenstadt mit liebevoll sanierten Fachwerkbauten auch das neugotische Schloss Wernigerode und der Startpunkt der Harzer Schmalspurbahn. Erster Halt Schierke. Der kleine Ort liegt direkt am Brocken. Der Aufstieg lohnt, ist jedoch zu Fuß, insbesondere mit Motorradkleidung, etwas beschwerlich. Nächstes Ziel ist die Oker Talsperre. Landschaftlich herrlich gelegen und kurz vor Bad Lauterberg, wo sich ein leckeres Mittagessen findet. Die folgende Etappe führt über Bad Sachsa, Walkenried und Hohegeiss nach Benneckenstein. Für die technisch Interessierten gibt es hier ein DDR-Technik-Museum und die Möglichkeit, einen Panzer zu fahren. Von hier aus geht es über Hasselfelde zur Rappbodetalsperre. Während der Saison treffen sich hier sehr viele Biker. Es wartet die weltweit längste Seilhängebrücke und die Möglichkeit mit einer Seilrutsche über den Stausee zu „fliegen“. Nur ein paar Kilometer weiter befinden sich interessante und bekannte Tropfsteinhöhlen und auch Besucherbergwerke. Die letzte kleine Etappe führt gut zehn Kilometer direkt nach Wernigerode zurück. Die Strecken, insbesondere die Nebenstraßen, sind besonders interessant für Kurvenjäger.
Platz 2: Schwarzwald
Der Schwarzwald und hier besonders der Raum Freiburg ist die sonnigste und wärmste Region Deutschlands. Doch nicht nur das. Das Umland bietet dem Motorradfahrenden alles, was das Herz begehrt. Kurven ohne Ende, Weinberge, schattige und dichte Wälder des Hochschwarzwaldes und jede Menge Schlösser und Burgen. Mehr Abwechslung geht kaum. Von Freiburg kann man eine wunderschöne Rundtour mit etwa 200 Kilometer Länge starten. Los geht es auf der B3 nach Bad Krotzingen. Mitten im Herzen des Markgräflerlandes gelegen ist die Kurstadt bekannt für ihre Thermen und Badelandschaften. Auch ein sehenswertes Museum historischer Tasteninstrumente ist vorhanden. Auf der Landstraße L 23 fahren Sie nach Staufen im Breisgau. Die Fauststadt liegt inmitten der Weinberge des Markgräflerlandes. Hier sollten Sie die „Mephisto Tour“ nicht versäumen. Ein sympathischer Teufel führt Sie durch die engen Gassen und erzählt Ihnen alte Geschichten und Geheimnisse. Die Weiterfahrt über Kandern und Lörrach, der deutschen Toskana im Dreiländereck führt nach Badenweiler. Nicht weit vor dem Ort befindet sich ein sehenswerter Aussichtspunkt. Die Hochblauen. Der 21 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Berggipfel bietet bei gutem Wetter eine schöne Sicht bis zu den Alpen, den Vogesen, dem Schweizer Jura, dem Kaiserstuhl und zur Rheinebene. Die größte und kostbarste römische Badruine nördlich der Alpen ist hier zu entdecken.
Platz 1: Alpen
Es gibt kaum eine Region in Europa, die eine so große Anziehungskraft hat wie die Alpen. Natürlich gibt es auch hier unendlich viele Routen und alle haben ihren Reiz. Eine sehr schöne Tour führt etwa 190 Kilometer von Oberaudorf nach Garmisch-Partenkirchen. Über die deutsche Alpenstraße geht es am 1838 Meter hohen Wendelstein vorbei zum Schliersee und weiter zum Tegernsee. Von dort führt der Weg über die Walchenklamm am Sylvensteiner Stausee vorbei nach Bad Tölz. Auf dem Weg nach Garmisch-Partenkirchen folgen noch der Kochelsee und der Walchensee. Dieser ist mit 190 Metern einer der tiefsten Alpenseen. Ist etwas mehr Zeit vorhanden, kann die deutsche Alpenstraße natürlich auch komplett abgefahren werden. Sie beginnt in Schönau am Königssee bei Berchtesgaden und endet nach 484 Kilometern in Lindau. Diese Strecke ist durchaus für einen Motorradurlaub geeignet. Die zahlreichen Schlösser, Burgen, abgelegene Klöster und Städtchen laden zum einen oder anderen Halt oder Abstecher ein. Um sie in Ruhe abzufahren, können sieben bis zehn Tage eingeplant werden.
Deutschland hat viel zu bieten
Neben den beschriebenen Motorrad-Touren gibt es jedoch so viel mehr zu entdecken. Franken, das Erzgebirge, die Eifel, der Taunus, ja selbst Brandenburg hat viele schöne Gegenden, die es lohnen unter die Reifen genommen zu werden. Ob allein oder in der Gruppe finden sich häufig auch Unterkünfte, deren Gastgeber sich speziell auf Motorradfahrende spezialisiert haben und zum Teil selbst fahren. Aber auch das europäische Ausland hat wunderschöne Motorradstrecken. Noch etwas unter dem Radar der Touristen ist Albanien. Ein Land mit wundervoller Natur und freundlichen Menschen. Besonders das Tethtal ist dort ein Geheimtipp für Enduroreisende. Auch Rumänien hat viel zu bieten. Das Motormagazin Top Gear kürte die Transfagarasan in den Karpaten einmal als schönste Straße der Welt.
Tipps für die Tour
Damit die Tour Freude macht und nicht zum Desaster wird, ein paar kleine Tipps.
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