Was ist ein Sicherheitstraining und was bringt es?
Vielen Motorradfahrenden ist es nicht bewusst, dass sie nicht wirklich wissen, wie sie bei einem plötzlichen Hindernis reagieren müssen. Auch wie die Fahrstabilität bei einer Vollbremsung aufrechterhalten wird. Die Übungen während der Fahrschule dienen dem Zweck, das Motorrad bei normalen Verhältnissen bedienen zu können. Das Handeln in Gefahrensituationen muss in Fleisch und Blut übergehen. Das heißt Üben unter professioneller Anleitung bis der nötige Automatismus vorhanden ist. Dies sollte regelmäßig geschehen. Im alltäglichen Verkehr verlernt es sich leider schnell. Wie viel von dem, was der Fahrlehrende predigte, wird nach ein oder zwei Jahren noch so praktiziert? Was Sicherheitstrainings sind, was sie bringen und was gelernt werden kann, erfahren Sie hier.
Was ist ein Sicherheitstraining?
Inhalt und Ablauf
Wer bietet Sicherheitstrainings an?
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Sicherheitstrainings (auch Fahrsicherheitstrainings genannt) sind spezielle und professionell geleitete Trainings, bei denen nicht nur Ausweichen und Bremsen geübt werden. Es werden auch theoretische Informationen vermittelt, um die Reaktion des Fahrzeugs richtig zu verstehen und darauf reagieren zu können. Dies ist vor allem Wissen über die physikalischen Grundlagen, insbesondere die Fliehkraft und die Reibung. Nur mit diesen Kenntnissen lassen sich relativ gefahrlos die Grenzen des eigenen Motorrades austesten. Beim Üben einer Vollbremsung aus hohem Tempo geht es darum, den Bremsweg so kurz wie möglich zu halten. Im Ernstfall zählt jeder Zentimeter. Doch nicht nur das enthält solch ein Training. Weitere Kenntnisse, die zur sicheren Beherrschung eines Motorrades wichtig sind, werden vermittelt. Zudem macht es auch noch Spaß.
Wie läuft ein Sicherheitstraining ab?
Arten und Inhalte
Es gibt verschiedene Arten von Fahrsicherheitstrainings. Anfänger- oder Wiedereinsteigerkurse richten sich speziell an Fahrende mit wenig Erfahrung. Sie bringen erste wichtige Kenntnisse und Fertigkeiten an den Motorradfahrenden. Wie bereits erwähnt das richtige Bremsen, Ausweichen und sicheres Manövrieren im Schritttempo. Aufbaukurse vertiefen diese Kenntnisse und frischen sie auf. Es werden auch spezielle Trainings angeboten, die sich zum Beispiel an sportliche Fahrende richten oder Endurofahrende ansprechen sollen. Dazu gehören spezielle Kurventrainings, in denen den Teilnehmenden die Grenzbereiche aufgezeigt werden und die Angst genommen werden soll. Offroadtrainings beschäftigen sich mit den Fahreigenschaften auf unterschiedlichsten Untergründen. Natürlich kann auch ein erfahrener und routinierter Biker seine Fähigkeiten ausbauen. Hierfür sind Intensivkurse ein gutes Mittel. Auch für Rollerfahrende gibt es spezielle Angebote. Ganz individuell lassen sich Einzelkurse planen. Hier stehen Sie mit Ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt. Jedoch bietet sich dabei kaum Möglichkeit des Austausches mit anderen Teilnehmenden.
Kleine Tipps (die ein Training allerdings nicht überflüssig machen):
Wissen Sie, wie eine Vollbremsung ohne ABS am sichersten gelingt, um das Motorrad schnellstmöglich zum Stehen zu bringen? Die hintere Bremse ist der beste Freund des Fahrenden. Nur wenn sie vollständig (bis zum Blockieren) greift, kann die vordere Bremse gut dosiert seine größte Wirkung erzielen. Das ist allerdings eine Technik, die geübt und beherrscht werden muss. Manche trainierte Fahrende erreichen damit auf trockenem Untergrund kürzere Bremswege als mit einem ABS-System.
Blicken Sie immer in die Richtung, in die Sie fahren wollen, und halten den Kopf gerade ( waagerecht). Gerade in Kurven ist das wichtig, um die richtige Linie zu fahren und die volle Kontrolle zu behalten. Blicken Sie in Kurven immer auf den Kurvenausgang. Wandert der Blick auf die Leitplanke oder zu einem Baum, ist dieses Ziel fest fixiert und das Motorrad bewegt sich wie von Zauberhand darauf zu.
Das sind nur zwei Dinge, die in einem solchen Training geübt werden. Wichtig ist es natürlich, diese Fertigkeiten und Kenntnisse immer wieder aufzufrischen und auch im täglichen Leben zu praktizieren.
Ablauf
Meist beginnen die eintägigen Trainings mit einem Einführungsgespräch, in dem unter anderem die bisherigen Erfahrungen und Fahrkenntnisse erfragt werden. Oftmals wird bereits jetzt auf die physikalischen Themen, Grenzbereiche und vorauszusehenden Reaktionen des Motorrades eingegangen. Darauf folgen praktische Übungen wie das Handling und die Fahrstabilität bei langsamer Fahrt, Brems- und Ausweichmanöver, richtiges Verhalten bei Kurvenfahrt und Fahren auf unterschiedlichen Untergründen. Zwischen den Übungen ist genügend Zeit, sich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen und die Erfahrungen und Fahrkenntnisse zu reflektieren.
Wer bietet Sicherheitstrainings an?
Der wohl größte Anbieter in Deutschland ist der ADAC. Er bietet in allen Bundesländern Kurse für alle Erfahrungsstufen an. Aber auch viele kleine Einzelanbieter stehen kompetent mit Rat, Tat und Erfahrung bereit. Diese lassen sich zum Beispiel auf den Seiten des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) finden. Die Kosten variieren ja nach Anbieter und Kurs Art.
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