Sicher Motorrad fahren: Tipps zur Sicherheit auf zwei Rädern
Wie fahren Sie sicher Motorrad?
1. Tragen Sie angemessene Motorrad Schutzkleidung
Im Falle eines eventuellen Sturzes ist die richtige Schutzkleidung unerlässlich. Zu der Schutzkleidung gehören verschiedene Komponenten. Das Tragen eines Helmes ist gesetzlich vorgeschrieben. Aber auch auf andere Schutzkleidung sollten Fahrende nicht verzichten. Spezielle Motorradhandschuhe schützen die Hände. Bei einem Sturz stützt man sich zumeist aus Reflex mit den Händen ab. Die Handschuhe sind aus robustem Material, wie Leder gefertigt und schützen beim Abstützen die Haut. Zudem schützen Sie während der Fahrt auch vor Kälte.
Darüber hinaus gibt es eine große Auswahl an Bekleidung: Einteiler, zweiteilige Kombinationen oder spezielle Hosen und Jacken. Welche Bekleidung die richtige ist, hängt mit dem Fahrstil, dem Wetter und dem Gelände, auf dem gefahren wird, zusammen. Wichtig ist, dass die Bekleidung aus robustem Material, wie Leder oder speziellem Textil gefertigt ist. Zudem sind Jacken und Hosen mit Protektoren ausgestattet, die Ellenbogen, Rücken, Knie, Hüfte, Unterschenkel und Schultern besonders schützen.
Schutz für den Rücken bieten ein Nierengurt sowie Rückenprotektoren. Motorradstiefel runden ein ideales Biker-Outfit ab, um sicher Motorrad zu fahren.
2. Warten Sie Ihr Motorrad regelmäßig
Die Wartung des Fahrzeugs sollte in regelmäßigen Abständen erfolgen. Die Inventurintervalle unterscheiden sich je nach Modell. Achten Sie hier unbedingt auf die Vorgaben des Herstellers. Auch wenn Sie die entsprechenden Kilometer nicht fahren, empfiehlt sich eine jährliche Inspektion, um die Funktionstüchtigkeit des Motorrads zu gewährleisten.
Prüfen Sie diese vor längeren Touren stets selber noch einmal. Insbesondere das Profil der Reifen, die Bremsen sowie die Beleuchtung. Suchen Sie umgehend eine Werkstatt auf, sobald Ihnen Unstimmigkeiten an der Maschine oder beim Fahren auffallen.
3. Fahren Sie ein Motorrad, das zu Ihnen passt
Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Motorrädern. Bereits vor der Anschaffung sollten sich Fahrende also damit auseinandersetzen, was genau sie von ihrem Gefährt erwarten. Auch die Körpergröße und das Niveau spielen bei der Wahl des richtigen Motorrads eine Rolle. Sogenannte Naked Bikes weisen beispielsweise wenig Verschalung auf. Dadurch besitzen sie ein geringeres Gewicht im Vergleich zu anderen Modellen, sind leicht zu handhaben und eignen sich gut für Einsteiger. Sportbikes zeichnen sich durch die hohen Geschwindigkeiten aus, die sie erreichen können. Voraussetzung dafür ist eine sichere und routinierte Fahrweise und ein gewisses Maß an Erfahrung. Enduro Maschinen bieten eine aufrechte Sitzposition. Durch die hohe Sitzposition eignen sich diese Krafträder besonders gut für große Menschen, da Fahrende mit geringer Körpergröße mitunter keinen sicheren Stand haben. Enduro Maschinen weisen eine ähnliche Fahrwerksgeometrie auf, wie Motocrossmaschinen und passen zu einem agilen Fahrstil. Für gemütliche Fahrende eignen sich Chopper und Cruiser. Cruiser sind großvolumig und schwer. Ihr Manövrieren setzt ein gewisses Maß an physischer Stärke voraus.
Außerdem gibt es noch sogenannte Leichtkrafträder und Kleinkrafträder. Diese können mit anderen Führerscheinklassen und teilweise bereits mit 16 Jahren gefahren werden. Sie haben einen geringeren Hubraum und erreichen nicht dieselben Höchstgeschwindigkeiten wir Motorräder. Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Arten von Krafträdern finden Sie ebenfalls in unserem Ratgeber.
4. Absolvieren Sie Fahrtrainings
Übung macht den Meister. Das gilt auch fürs Motorradfahren. Je mehr Fahrpraxis Fahrende aufweisen, umso sicherer sind sie unterwegs. Deswegen bietet es sich besonders für Fahranfänger an, spezielle Fahrsicherheitstrainings zu absolvieren. Die Trainings eignen sich aber nicht nur für Anfänger. Auch erfahrene Biker investieren damit in ihre Sicherheit. In speziellen Kursen erweitern Fahrende mit Routine ihre Fertigkeiten beim Bremsen und Ausweichen. Darüber hinaus werden Kurventrainings angeboten, die dabei helfen, dass Biker ihre Fahrlinie und Schräglage verbessern, um sicherer Motorrad zu fahren.
5. Lassen Sie sich nicht ablenken
Vor allem Fahranfänger sollten mit der Nutzung von Apps und Navigationsgeräten vorsichtig sein. Es gibt spezielle Halterungen, an denen Sie Ihr Smartphone am Lenker befestigen können. Dennoch stellen Navigationsgeräte auch immer eine Ablenkung dar. Fahranfänger sollten dementsprechend ihre Routen vorab planen und sich während der Fahrt nicht von einem Navigationsgerät ablenken lassen.
Sie dürfen auf dem Motorrad zwar Kopfhörer tragen und Musik hören, ereignet sich aber ein Unfall, weil Sie aufgrund der lauten Musik abgelenkt waren oder nicht rechtzeitig bremsen konnten, wird Ihnen eventuell eine Teilschuld zugesprochen, was sich auf die Versicherungsleistung auswirken kann. Außerdem wird ein Bußgeld fällig, wenn Sie durch laute Musik das Martinshorn von Rettungswagen, Polizei oder Feuerwehr überhören. Das Hören von Musik stellt eine erhebliche Gefahrenquelle dar und sollte, wenn auch nicht gesetzlich verboten, vermieden werden.
6. Machen Sie Pausen auf längeren Motorradtouren
Motorradfahren ist sehr anstrengend und setzt eine gewisse körperliche Fitness voraus. Aber auch die Konzentration ist für sicheres Fahren unerlässlich. Planen Sie auf längeren Touren unbedingt ausreichend Pausen mit ein. Trinken sie genug, vor allem bei hohen Temperaturen, und denken Sie an Proviant. Beenden Sie die Tour, wenn Sie sich körperlich nicht mehr fit fühlen oder Ihre Konzentration nachlässt.
Es gibt mittlerweile übrigens zahlreiche Apps, mit denen Sie Ihre Tour planen können. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Raststätten oder Tankstellen auf Ihrer Route liegen, an denen Sie pausieren und Kraft tanken können. Beliebte Motorrad Apps sind zum Beispiel Riser, Calimoto oder BikeTrip.
7. Machen Sie sich optisch bemerkbar
Eine große Gefahrenquelle beim Motorradfahren stellt die Tatsache dar, dass Biker oft im Straßenverkehr übersehen werden. Sie sind deutlich kleiner als ein PKW und oft schnell unterwegs. Setzen Sie auf auffällige Motorradkleidung in knalligen Farben. Jacke, Hose und Helm können mit reflektierenden Elementen ausgestattet sein, sodass Sie auch in der Dämmerung oder im Dunklen besser gesehen werden.
8. Achten Sie auf den richtigen Versicherungsschutz!
Eine ausreichende Motorrad-Versicherung wirkt sich zwar nicht auf die Sicherheit beim Motorradfahren aus, ist aber dennoch ein unerlässlicher Schutz. Neben der Haftpflichtversicherung können Biker optional eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung abschließen. Während die Haftpflichtversicherung Sach-, Personen- und Vermögensschäden abdeckt sowie die Kosten für Gerichte, Sachverständiger und Anwälte, umfasst die Teilkaskoversicherung auch Diebstahl, Brand und Explosion, Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung, Schneelawinen, Zusammenstoß mit Tieren, Tierbiss sowie Glasbruch. Eine Vollkaskoversicherung übernimmt zusätzlich noch die Schäden, die die Versicherungsnehmenden selbst verursacht haben sowie Vandalismus.
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