Elektromotorräder: Versicherung, Förderung & mehr
Elektromotorräder: Welche Modelle und Besonderheiten gibt es?
Elektroroller
Vor einigen Jahren erschienen die ersten elektrifizierten Zweiräder auf dem Markt. Es handelte sich hier vor allem um reine Stadtfahrzeuge, die als führerscheinfreie E-Scooter verkauft wurden. Sie erfreuen sich noch heute großer Beliebtheit und werden besonders in Großstädten auch als Sharingfahrzeuge verliehen. Mittlerweile gibt es entsprechende E-Scooter-Versicherungen, um sich optimal zu schützen.
Es dauerte nicht lange, bis die ersten Elektroroller als Kleinkrafträder angeboten wurden. Diese erreichen Geschwindigkeiten bis zu 45 Kilometer pro Stunde, können im Stadtverkehr mithalten und dürfen mit dem Führerschein Klasse M gefahren werden. Für sie ist eine Mofa- / Moped-Versicherung ratsam. In dieser Fahrzeugklasse bieten sehr viele Hersteller ihre Modelle an. Viele sind sogar in Supermärkten und Baumärkten erhältlich oder online bestellbar. Einige Elektroroller sind:
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Blu:s XT2000
Blu:s XT2000 von der Firma Karcher. Es gibt ihn in einer Mofa-Version bis 25 Kilometer pro Stunde und als Kleinkraftrad. Er überzeugt mit einer guten Reichweite und hoher Zuverlässigkeit.
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Ninebot B110S
Segway hat mit dem Ninebot B110S einen Roller im Portfolio, der viel Elektronik an Bord hat. Vieles ist per App steuerbar, es gibt eine Anti-Diebstahl-Funktion und Sensorerkennung sowie eine hohe Reichweite.
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Emco Nova R 3000
Emco Nova R 3000 besticht durch seine hohe Verarbeitungsqualität, einen starken Motor und einer Reichweite bis zu 130 Kilometern.
Auch in der Klasse der Leichtkrafträder gibt es ein großes Angebot. Die Elektroroller verfügen über starke Motoren. Sie haben den Vorteil, dass sie aus dem Stand heraus mit einer guten und gleichmäßigen Beschleunigung vielen herkömmlichen Motorrädern mit Verbrennungsmotor überlegen sind. Für diese Roller ist der Führerschein Klasse A1 nötig und eine Roller-Versicherung ratsam. Hier sind unter anderem folgende Modelle erhältlich:
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Inoa Sli8 Max
Inoa Sli8 Max von Nova Motors besitzt einen starken Motor von Bosch und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde. Zudem bietet der Hersteller einen „vor Ort Service“ bei Defekten.
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Inoa Sli7 Max
Inoa Sli7 Max von Nova Motors punktet neben der starken Motorisierung vor allem durch seine sehr hohe Reichweite von fast 140 Kilometern.
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Econelo Robo
Econelo Robo besitzt mit 130 Kilometern annähernd so viel Reichweite wie der Sli7 Max. Er ist deutlich günstiger und bietet 3 Fahrmodi.
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Govecs Schwalbe L3e
Govecs Schwalbe L3e ist eine Neuauflage der klassischen Simson Schwalbe. Nachteilig sind der hohe Preis und die fest verbauten Akkus, welche das Laden der Batterie in der Wohnung unmöglich machen.
Elektromotorräder 125er Klasse
In der 125er-Klasse gibt es allerdings nicht nur Roller mit elektrischem Antrieb. Ob Crossmaschine, Sportler oder Retrobike, Elektromotorräder werden mittlerweile in beinahe allen Arten angeboten. Sie erreichen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Die Motorleistung darf 11 kW nicht übersteigen.
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Enduro Tinbot Esum Pro
Die Enduro Tinbot Esum Pro schöpft die vollen erlaubten 11 kW aus und erreicht damit ein hohes Drehmoment. Sie schafft unter optimalen Bedingungen Reichweiten von bis zu 130 Kilometern.
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HL 6.0 Pro
Einen elektrischen Chopper bietet der Bielefelder Hersteller Madat mit der HL 6.0 Pro. Bei dieser Maschine ist insbesondere die sehr hohe Reichweite von bis zu 240 Kilometern zu erwähnen.
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STORMBORN V6 LS
Sportlich wird es mit der STORMBORN V6 LS. Neben der Optik, die kaum erahnen lässt, dass es sich um ein Elektromotorrad handelt, beschleunigt sie gut und ist in zwei Versionen mit 110 oder 125 Kilometern pro Stunde erhältlich.
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HORWIN CR6 PRO
An ein klassisches Naked Bike erinnert die HORWIN CR6 PRO. Eine Seltenheit bei den elektrisch angetriebenen Motorrädern ist das manuelle 5-Gang-Getriebe.
Elektromotorräder für Führerscheinklasse A2 und A
Natürlich wächst auch das Angebot an vollwertigen Motorrädern. Und die haben es zum Teil leistungstechnisch in sich. Sportliche Elektromotorräder können durchaus eine Leistung jenseits der 200 PS erreichen. Die Mehrzahl der Bikes ist jedoch mit geringerer Leistung ausgestattet. Sie sind gegenüber gleich starken Verbrennern allerdings durch ein hohes Drehmoment und gleichmäßige Leistungsentfaltung im Vorteil. Bisher sind bei einigen Herstellern Reichweiten von über 300 Kilometern möglich. Je nach Modell benötigen Sie eine entsprechende Motorrad-Versicherung, um sich optimal zu schützen.
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TS Ultra
Der finnische Hersteller Verge Motorcycles bietet seit 2023 die TS Ultra an. Der im Hinterrad verbaute Nabenmotor leistet 204 PS und bringt ein Drehmoment von 1.200 Nm auf das Hinterrad.
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Hersteller Zero
Eine große Modellvielfalt bringt der kalifornische Hersteller Zero auf den Markt. Seit 2006 werden hier Elektromotorräder produziert. Von der Enduro bis zum Naked Bike werden ausgereifte Motorräder angeboten.
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RGNT No.1
In Schweden wird mit der RGNT No.1 ein optischer Leckerbissen produziert. Das Retrobike kommt mit Speichenfelgen, großem Rundscheinwerfer und verchromten Schutzblechen daher.
Besonders asiatische Hersteller drängen auf den Markt. Auch dort sind einige hochwertige und technisch innovative Elektromotorräder zu finden. Renommierte Hersteller sind noch etwas zögerlich, was den elektrischen Antrieb betrifft. Einzig Harley Davidson und KTM haben bisher eigene Fahrzeuge im Portfolio. Eine Frage der Zeit, das weitere folgen.
Förderung von E-Mobilität: Werden E-Motorräder gefördert?
Die THG-Prämie (Treibhausgasprämie) ist für rein elektrisch betriebene Motorräder mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 Kilometern pro Stunde möglich. Die jährliche Prämienhöhe wird anhand des Fahrzeugtyps durch das Umweltbundesamt berechnet und lag 2022 zwischen 250 und 400 Euro. Reine Kaufprämien gibt es vom Staat nicht. Die THG-Prämie lässt sich über verschiedene Anbieter beantragen. Es handelt sich um Vermittler, welche sogenannte CO2-Zertifikate im großen Stil von Privatkunden einkaufen und diese in großen Mengen an Mineralölfirmen verkaufen.
In einigen Regionen Deutschlands sind zusätzlich regionale Förderungen möglich. Es lohnt sich, sich darüber zu informieren. Einige Städte und Gemeinden fördern den Kauf von Elektromotorrädern. Die Stadt München bezuschusst den Kauf zum Beispiel mit 25 Prozent des Nettokaufpreises bis 1.200 Euro. Manche Energieversorger (insbesondere Stadtwerke) bieten auch Sondertarife, die Einsparungen von jährlich über 100 Euro ermöglichen.
Reichweiten und technische Infos
Beim Kauf eines Elektromotorrades ist auf einiges zu achten. Nicht nur die reinen Leistungsangaben zählen. Alltagstauglichkeit sollte gegeben sein. So sollte überlegt werden, wie viele Kilometer durchschnittlich gefahren werden. Die Reichweite ist bei den Modellen höchst verschieden. Viele, gerade Roller bis 45 Kilometer pro Stunde müssen nach 50 Kilometern bereits an die Steckdose. Es gibt allerdings auch welche, die problemlos fast 150 Kilometer mit einer Akkuladung bewältigen. Die größeren und leistungsstärkeren Fahrzeuge sind oftmals mit größeren Akkus bestückt und erreichen teilweise bis über 300 Kilometer. Damit lässt sich auch eine entspannte Tagestour angehen.
Daneben sind die nötigen Ladezeiten wichtig. Einige Fahrzeuge bieten bereits Schnellladetechnik, welche ein Nachladen in unter einer Stunde ermöglicht. Gerade in der Stadt ist es schwierig, das Fahrzeug aufzuladen. Daher sollte möglichst ein herausnehmbarer Akku verbaut sein, der auch in der Wohnung geladen werden kann.
Für die Wahl des richtigen Fahrzeugs lohnt es sich, eine Probefahrt zu unternehmen. Gerade bei einem Motorrad ist es wichtig, dass es zum Fahrenden passt wie ein Maßanzug.
Was kostet ein Elektromotorrad?
Die Preisspanne von elektrisch betriebenen Zweirädern ist enorm. Günstige Elektroroller können bereits für weniger als 2.000 Euro erworben werden. Einige Modelle, wie zum Beispiel die Govecs Schwalbe, kosten weit über 5.000 Euro. Große Elektromotorräder sind noch kostenintensiver. Hier liegen die Kosten je nach Hersteller und Modell zwischen 7.000 und weit über 50.000 Euro.
Die oftmals hohen Anschaffungspreise werden jedoch durch die geringen Wartungs- und Instandhaltungskosten sowie eventuelle Förderungen abgemildert. Viele Bauteile, die an klassischen Motorrädern zu den Verschleißteilen gehören und kostenintensiv sind, gibt es hier nicht. Oft werden aufwändige Antriebe mit Getriebe, Kupplung und Kettensatz durch einen wartungsfreien Nabenmotor ersetzt. Ölwechsel und der Austausch von Zündkerzen und Öl entfallen. Eine Wartung von Vergaser oder Einspritzanlage entfällt ebenso.
Versicherungen von E-Motorrädern und E-Rollern bei GVV Direkt
Die günstige GVV Motorrad-Versicherung gilt natürlich auch für Elektromotorräder. Hier gelten dieselben Versicherungsbedingungen wie auch für Motorräder mit Verbrennungsmotoren. Allerdings gibt es für E-Motorräder einige attraktive Zusatzleistungen, wie zum Beispiel eine Allgefahrendeckung für den Akkumulator in der Vollkaskoversicherung. Da der Wert eines Elektromotorrades oft höher ist als der eines herkömmlichen Motorrades, lohnt sich der Abschluss einer Teil- oder Vollkaskoversicherung. Möchten Sie ein Neufahrzeug versichern? Je nach Tarif kommen wir bei einem Totalschaden mit einer Neupreisentschädigung auf. Unser Classic-Tarif bietet Ihnen die Erstattung des Neupreises für 24 Monate. Auch bei gebraucht gekauften Elektromotorrädern gilt dieser Zeitraum für die Kaufpreiserstattung.
Übrigens: Neben Versicherungen, die Leben und Werte von Ihnen und Ihrer Familie sichern, bieten wir mit GVV Kommunal kommunale Versicherungen an. Seit über 100 Jahren sind wir ein zuverlässiger Partner für Städte, Gemeinden, kommunale Einrichtungen und Sparkassen.