Motorrad waschen: Reinigung und Pflege von Zweirädern
Wo darf das Motorrad gewaschen werden?
Zu Beginn stellt sich die Frage, wo das Motorrad gewaschen werden darf. Garten, Straße und Parkplätze sind dafür nicht geeignet. An diesen Orten ist das Waschen aus Gründen des Umwelt- und Grundwasserschutzes verboten. Die perfekte Lösung bietet sich mit der Nutzung von Waschboxen an, welche viele Tankstellen oder auch Waschstraßen anbieten. Hier sind Filtervorrichtungen für Grobschmutz und auch Ölabscheider vorhanden. Auch die Abwasserentsorgung ist gesondert geregelt.
Hochdruck, Dampf und Co.
Hochdruckreiniger sind bei groben und festsitzenden Verschmutzungen eine feine Sache. Bei einem Motorrad sind diese wie auch Dampfreiniger allerdings mit Vorsicht zu nutzen. Gerade im Bereich von Lagern und Kette kann Fett herausgespült werden, was den Verschleiß enorm beschleunigt. Radnaben, Lenkkopflager und Schwingen sollten unbedingt verschont werden. Auch Dichtungen, Brems- und Kupplungshebel und Antriebsketten sollten ausgelassen werden. Hier ist eine manuelle Reinigung schonender. Wasser- und Ölkühler sollten ebenfalls nicht dem hohen Druck ausgesetzt werden. Die feinen Lamellen können schnell Schaden nehmen. Ebenso empfindlich sind die Reifen. Schäden durch Hochdruck oder heißen Dampf sind häufig nicht erkennbar. Auf der Autobahn oder bei hohem Tempo können jedoch gefährliche Schäden auftreten. Lackierte Verkleidungsteile aus Kunststoff nehmen schnell Schaden und sehen danach unansehnlich aus. Ist der Einsatz nicht vermeidbar, sollte unbedingt auf einen ausreichend großen Abstand geachtet werden. Eine schonendere Möglichkeit ist das Einweichen der verschmutzten Teile mit Kaltreinigern oder Schaum. Insektenfriedhöfe können mit feuchtem Küchenpapier und etwas Spülmittel über Nacht vorbereitet werden.
Wie wird ein Motorrad gereinigt?
Für das Motorrad bieten sich manuelle Reinigungsmethoden an. Die gute alte Handwäsche sorgt für schonende Säuberung und hat den Vorteil, dass Verschleißteile begutachtet werden können und leicht lockere Verschraubungen und Speichen oder andere Beschädigungen entdeckt werden. Wichtige Utensilien zum Motorradwaschen sind Schwamm, unterschiedliche Bürsten und ein Mikrofasertuch.
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Die Wäsche
Es gibt unendlich viele Reinigungsmittel, die sich für Motorräder eignen. Da das Zweirad aus verschiedenen Materialien mit unterschiedlicher Empfindlichkeit und Verschmutzung besteht, empfiehlt sich der Einsatz von speziellen Mitteln. So sind zum Beispiel Motorenreiniger erhältlich. Sie sind sehr aggressiv und nicht für den Einsatz an Kunststoffteilen geeignet. Aufgrund von möglichem Einbrennen und der Bildung unschöner Flecken sollten diese nicht in praller Sonne verwendet werden. Um die Haut zu schützen, sollten auch Handschuhe und möglichst eine Schutzbrille getragen werden. Denken Sie auch an schwer zugängliche Stellen. Spülen Sie das Bike nach der Wäsche mit reichlich klarem Wasser ab.
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Die Pflege
Nach einer gründlichen Wäsche sollte das Motorrad gut getrocknet werden, um Korrosion vorzubeugen. Lackoberflächen können mit einem Leder- oder Mikrofasertuch abgewischt werden. Für unzugängliche Stellen eignet sich Luftdruck sehr gut. Nun können Pflegemittel aufgetragen werden, um das Fahrzeug vor Umwelteinflüssen oder Vogelkot zu schützen. Normale Polituren und Lackversiegelungen aus dem Kfz-Bereich sind völlig ausreichend. Unlackierte Kunststoffoberflächen können mit einem Cockpitreiniger gepflegt werden. Für Chromteile sind spezielle Polituren oder auch Polierwatte erhältlich, welche mit einer Polierflüssigkeit getränkt ist. Etwas Kriechöl an den beweglichen Teilen schmiert diese und hält Rost und Dreck fern.
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Die Kette
Wer ein Bike mit einem Kardanantrieb besitzt, muss sich um die Pflege der Kette nicht kümmern. Ist eine vorhanden, sollte sie regelmäßig gereinigt und gefettet werden. Je nachdem, wo, wie und bei welchen Witterungseinflüssen das Motorrad genutzt wird, ist die Kette etwa alle 1.500 Kilometer zu pflegen. Schmutz und Teer ist restlos zu entfernen. Hier gibt es spezielle Reinigungsgeräte, aber auch althergebrachte Methoden sind möglich. Mit einer Drahtbürste lassen sich grobe Verschmutzungen lösen. Dabei sollten umliegende Fahrzeugteile geschützt werden, damit sich dort kein herumfliegender Schmutz und Fett absetzen kann. Im Nachgang wird ein Kettenreiniger aufgebracht und nach etwas Einwirkzeit mit einem Lappen nachgereinigt. Ist die Kette sauber, kann sie mit frischem Kettenfett behandelt werden.
Um für eine sichere und dauerhaft gute Schmierung der Kette zu sorgen, haben sich automatische Kettenöler etabliert. Eine gründliche und regelmäßige Reinigung ersetzt das allerdings nicht. Aber die Lebenszeit des Kettensatzes kann dadurch erhöht werden. Insbesondere Offroadfahrende profitieren davon, weil Fett durch häufigen Kontakt mit Wasser und Schlamm abgewaschen wird.
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