Au-Pair & Ausland, Work and Travel: Versicherung & mehr
Informationen zum Arbeiten im Ausland
Junge Menschen zieht es nach dem Schul- oder Studienabschluss oft raus in die weite Welt. So eine Reise kann teuer werden. Um dieses Hindernis zu überwinden, gibt es verschiedene Modelle, die alle dasselbe Prinzip verfolgen: Die außergewöhnlichsten Länder bereisen und nebenbei in abwechslungsreichen Jobs arbeiten, um die Reise finanzieren zu können. Auf diese Weise können einmalige Kenntnisse, Erfahrungen und Erinnerungen gesammelt werden. Lesen Sie hier mehr über das Reisen und Arbeiten im Ausland und informieren Sie sich, auf was Sie bei der Planung u.a. in puncto Versicherung beachten sollten.
Welche Aufenthaltsformen und -länder gibt es?
Tipps für die Planung: Was ist zu beachten?
Welche Versicherungen brauche ich für Work and Travel & Co.?
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Der Name des Modells liefert die perfekte Beschreibung: Es handelt sich um eine Mischung aus Arbeiten (work) und Reisen (travel). Die sogenannten Backpacker, sie verdanken ihren Namen den großen Rucksäcken, die sie auf ihren Rücken tragen, reisen durch verschiedenste Länder und zahlen ihre Reise, indem sie eine Vielzahl von Jobs ausüben. Junge Leute, die sich für diese Form des Auslandsaufenthalts entscheiden, genießen Freiheiten im hohen Maße. Es kann selbst entschieden werden, wann ein Job aufgenommen wird und wann die nächste Etappe der Reise ansteht. Die Gestaltungsfreiheiten und Variationen der Tätigkeiten sind in dieser Form des Aufenthalts besonders hoch.
2. Au-Pair
Eine weitere Gestaltungsform ist die Tätigkeit als Au-pair. Junge Leute bekommen die Möglichkeit, die Kultur anderer Länder ungetrübt mitten im Leben zu erfahren. Dies wird durch das Wohnen in Gastfamilien möglich, in denen die Jugendlichen unterkommen. Zu den Aufgaben der Au-pairs gehören insbesondere die Betreuung der Kinder und des Haushaltes der Familien. Neben der Unterkunft erhalten die Au-pairs Taschengeld und Verpflegung. Diese Variante eignet sich besonders für Interessierte, die Freude an der Arbeit mit Kindern haben.
3. Auslandspraktikum
Praktika sind eine tolle Möglichkeit, das theoretische Wissen mit Praxiserfahrung und Eindrücken aus der Arbeitswelt zu füllen. Durch das Auslandspraktikum ist es möglich, diesen Lernaspekt mit Urlaub zu verbinden: Zusätzlich zu dem fachlichen Wissen, welches die Praktikanten erhalten, werden sie durch den mehrsprachigen Austausch und das Knüpfen neuer Kontakte fit für die internationale Arbeitswelt. Die Branchentätigkeiten und Vergütungen des Auslandspraktikums können nicht pauschalisiert werden. Praktika werden vielerorts angeboten, die Bezahlung ist nicht immer gegeben. Es kann aber gezielt nach diesen Jobs gesucht werden.
Welches sind die beliebtesten Work and Travel Länder?
Der Entschluss steht fest: Mit Work and Travel auf in neue Abenteuer. Doch wohin verschlägt es die Reisenden? Diese Entscheidung ist die wohl schwerste im Planungsprozess. Um das passende Land zu wählen, ist es gut, sich einen Überblick über potenzielle Ziele zu verschaffen. Folgende Länder sind bei Backpackern besonders beliebt:
1. Australien
Das Land der Kängurus und naturnahen Umwelt. Surfen am Strand und eine anschließende Expedition in den Regenwald lassen das Herz jedes Naturfreundes höherschlagen. Der kleinste Kontinent der Welt ist außerdem bekannt für seine Gastfreundschaft zu Backpackern. Es gibt sogar spezielle Programme für Work and Traveller. Neben attraktiven Nachlässen in „Backpacker Hostels“ oder der Möglichkeit, das Visum zu verlängern, gibt es ein vielseitiges Jobangebot: In Bars & Restaurants, beim „Fruit-Picking“ in der Landwirtschaft, in der Tourismusbranche, auf Baustellen oder als Tauchlehrer/in, all dies und noch viel mehr ist hier möglich. Entscheidet sich der zukünftige Backpacker für Australien, ist der Job garantiert.
2. Neuseeland
Der Inselstaat bietet traumhaft schöne Landschaften und ein vielseitiges Angebot an Aushilfsjobs. Auf Backpacker warten mediale Kreativität und sonnengereifte Kiwis. So haben Backpacker gute Chancen auf Beschäftigung in einer der vielen Obstplantagen. Denn: Neuseeland ist eines der Haupt-Kiwi-Exporteure. Auch andere Obstsorten und - in hoher Zahl - Weinreben müssen geerntet werden. Neben dieser landwirtschaftlichen Tätigkeit sind auch weniger körperlich anstrengende Jobs möglich: Die Gastronomie- und Medienbranche bietet ebenso Jobs für Backpacker.
3. Kanada
Große Metropolen treffen auf unberührte Natur. Dementsprechend vielseitig sind auch die Arbeitsstandorte. Reisende können in der Stadt jobben, hier meist in der Gastronomie, Tourismusbranche oder als Servicekraft. Als Kontrast zum Großstadtleben können sich die Jobber aber auch in abgelegenere Orte zurückziehen. Mittendrin im Landleben: Ausmisten, Verpflegen der Tiere und Ernten der Früchte. Backpacker, die ihren Weg nach Kanada finden, sollten die körperliche Arbeit nicht scheuen. Auf sie wartet eine bunte Mischung aus städtischen und idyllischen Umgebungen und eine besonders freundliche Mentalität.
4. USA
Im Vergleich zu anderen Ländern sind die Gestaltungsmöglichkeiten limitierter. Es wird kein klassisches „Jobhopping“ wie in Kanada oder Australien betrieben. Im Vordergrund steht hier das Arbeiten: Backpacker benötigen bereits vor Antritt der Reise eine feste Zusage vom zukünftigen Arbeitgeber, bei welchem sie über den gesamten Arbeitszeitraum tätig sind.
Manche Programme ermöglichen es dem Jobber, das Land anschließend zu bereisen. Zu den beliebtesten Jobs zählt die Arbeit in Sommercamps, in denen die Backpacker als Betreuer tätig sind. Es gibt jedoch auch viele weitere Jobs.
Welches Visum muss ich beantragen?
Die Erlaubnis einzureisen reicht vielerorts nicht aus, um einen Job ausüben zu können. Beträgt die Dauer des Aufenthalts länger als drei Monate, oder möchte im Land gearbeitet werden, wird ein Visum verlangt. Hier die benötigten Visa in oben präsentierten Ländern:
Australien und Kanada
Hier wird ein „Working-Holiday-Visum“ ausgestellt. Nach Erhalt dessen darf die Einreise vor- und die Jobsuche aufgenommen werden.
Neuseeland
Backpacker müssen auch hier das „Working-Holiday-Visum“ vorweisen. Besonders ist hier, dass das Visum nur einmalig ausstellbar ist. Nach der einjährigen Laufzeit kann der Reisende keinen erneuten Antrag stellen.
USA
Anders als in den meisten populären Backpacker-Ländern reicht das „Working-Holiday-Visum“ nicht aus. Für den Work and Travel Aufenthalt verlangt die USA meist das so gennannte „J1-Visum“. Die ausgestellte Aufenthaltsgenehmigung gilt für ein Jahr. Hierbei ist besonders, dass maximal vier Monate arbeitend, und sechs Monate reisend verbracht werden dürfen.
Kurbeihilfe
Je nach Anbieter und Tarif umfassen manche Unfallversicherungen auch Kurbeihilfe. Das heißt, wenn die versicherte Person aufgrund eines Unfalls eine Kur durchführt, zahlt der Versicherer Kurbeihilfe.
Wird beim Work and Travel-Programm das Kindergeld weitergezahlt?
Nein. Es entfällt während des Auslandsaufenthalts komplett, da diese Zeit nicht als Berufsausbildung gewertet wird. Berücksichtigen Sie dies in der Planung.
Zugangskriterien Arbeiten im Ausland?
Altersbeschränkung: 18- 30
Nachweis über finanzielle Sicherheiten
Sprachkenntnisse
Verfügung über Reisepass und Visum
Versicherungsschutz
Sonstige Auflagen des Landes (Impfungen etc.)
Wie viel kostet Work & Travel?
Das Leben im Zielland wird durch Aushilfsjobs finanziert. Doch welche Kosten sind zu leisten, die bereits vor dem ersten Gehalt im Zielland anfallen? Zunächst müssen Zugangsvoraussetzungen erfüllt und somit finanziert werden, ohne die eine Einreise gar nicht möglich ist. Diese Kosten setzen sich zusammen aus dem Beschaffen des Visums und eventuell erforderlicher Impfungen, den Flugkosten, der Prämie für die Auslandsversicherung und sonstigen im Rahmen der Vorbereitung anfallenden Kosten. Viele Länder verlangen darüber hinaus einen Nachweis über finanzielle Sicherheiten. Das als Sicherungsmittel dienende Geld muss auf dem Konto liegen, also schon vor der Abreise zurückgelegt werden. Laufende Kosten für Verpflegung, Unterkunft, Freizeitaktivitäten und sonstige Ausgaben müssen ebenfalls durchgehend finanziert werden.
Ein elementarer Punkt in der Vorbereitung ist außerdem das Abschließen der passenden Versicherung. Mehr Informationen folgen im nächsten Abschnitt.
Versicherungen für Work and Travel: Welche sollte ich abschließen?
Für die Dauer des Aufenthalts, sei es durch Work and Travel, im Rahmen eines Auslandspraktikums oder als Au-pair, muss eine gesonderte Langzeit-Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden. Doch was passiert mit der laufenden Krankenversicherung in Deutschland? Sollten die Traveller nicht mehr familienversichert sein, muss die Krankenversicherung abgemeldet werden. Eine kurze Benachrichtigung und ein Nachweis über den Flugantritt genügen, um die Abmeldung vorzunehmen. Außerdem ist eine Private Haftpflichtversicherung, die den Versicherungsnehmer auch im Ausland während Work and Travel & Co. schützt, ebenso notwendig wie verpflichtend.
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Ein Jahr Work and Travel eröffnet neue Perspektiven. Sie sollten aber auch rechtzeitig über den passenden Schutz nachdenken. Wir unterstützen Sie dabei und begleiten Sie auf Ihrem Weg. Entdecken Sie jetzt online unsere Tarife und finden Sie die Versicherungen, die optimal zu Ihrem Auslandsjahr passen.
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